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Es ist das Ende der Reise des alten Mannes: Fünftausend Meter Deich, die unter seiner Obhut stehen. Dort oben zu sein, um die Sturmfluten abzuwehren, ist die einzige Arbeit, die es im Überfluß gibt. Neun Monate im Jahr Maulwurfsfallen stellen und drei Monate von der Fürsorge leben, das ist der triste Alltag des alten Mannes. Er ist Flüchtling, hier angeschwemmt worden. Sein einziger Freund ist ein Kater, denn im Dorf haben Flüchtlinge keine Freunde. Von denen gibt es nach Meinung der Leute hier zu viele, die hat keiner gewollt, sollen sie doch Landsleute sein, wen interessiert das schon. Als der Kater es schafft, daß der Alte wenigstens ihm und dem Meer erzählt, was er sonst niemandem sagen kann, wird deutlich, warum er nach all dem auf seinem Deich thront und trotz des Aufbruchs im Land nur noch Maulwürfe jagen wird. Lars Oermann zeichnet ein individuelles, ein anderes Bild von Flucht, Vertreibung und Ankunft in Nachkriegsdeutschland, das so exemplarisch ist, daß bei dieser wahren Geschichte bewußt auf Namen, Orte und Zeitangaben verzichtet wurde. „Eine bewegende Geschichte, in der die Unmittelbarkeit der Erlebnisse fühlbar wird. Eine deutsche Geschichte von Flucht und Neuanfang.“ Westfalen Blatt "Was bedeutet die Flucht einer ganzen Bevölkerungsgruppe? Das Wissen darüber ist wichtig, um Flüchtlingsdramen, die sich heute in anderen Ländern abspielen, verstehen zu können. Mit seiner Erzählung 'Maikäfer flieg' hat der Autor ein Denkmal gesetzt." Neue Westfälische |
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